Seitdem unsere kleine Charlie auf der Welt ist, hat sich unser Platzbedarf beim Reisen extrem verändert. Egal ob Kinderwagen, unzählige Reisetaschen oder spezielles Equipment – der Kofferraum unseres CLA Shooting Brake stößt, selbst wenn der QEK Junior hinten dranhängt, irgendwann an seine Grenzen. Eine Dachbox musste also her. Vor allem, weil wir nicht mehr umklappen und durchladen können, denn Anna und Charlie sitzen gemeinsam hinten.
Transparenz: Wir haben die Dachbox selbst gekauft. Die Links in diesem Artikel sind keine Affiliate-Links. Wir haben bisher keinen Kontakt zu ATU – wir verlinken aus Informationsgründen.
Doch wer in einem Haushalt mit einem eher kleinen Keller lebt, kennt das Problem: Wohin mit so einem riesigen Hartplastik-Sarg, wenn man gerade nicht im Urlaub ist? Eine klassische Dachbox nimmt unfassbar viel Platz weg und stand für uns daher schnell außer Frage.
Daher haben wir uns nach Alternativen umgesehen und sind bei der faltbaren Norauto Bermude Flex Serie (erhältlich u.a. bei ATU) fündig geworden.

Inhaltsverzeichnis:
- Warum eine faltbare Dachbox die beste Wahl für kleine Keller ist
- Was passt wirklich rein?
- Montage: T-Halter oder U-Bügel?
- Fahrgefühl & Lautstärke: Das Paradoxon auf dem Dach
- 3000 Kilometer Härtetest: Flattert da was?
- Ausverkauft? Die Alternativen und der Nachfolger
Warum eine faltbare Dachbox die beste Wahl für kleine Keller ist
Eine Dachbox muss vor allem eines: Stauraum schaffen. Aber sie darf eben nicht zum Störfaktor werden, wenn der Roadtrip vorbei ist. Unsere faltbare Dachbox (wir haben die große Version 5400) löst genau dieses Problem auf geniale Weise.
Ausgeklappt auf dem Autodach bietet sie eine beachtliche Länge von 180 cm. Damit verschlingt sie problemlos auch längere Gegenstände. Der eigentliche Clou passiert aber nach dem Urlaub: Nimmt man die Box ab, lässt sie sich zusammenklappen. Übrig bleibt ein kompaktes Paket, das gerade einmal 10 cm tief ist. Das bedeutet: Wir können sie im Keller einfach hochkant hinter ein Regal oder an die Wand schieben. Kein sperriges Hindernis mehr im Weg.
Was passt wirklich rein?
Die nackten Zahlen sind das eine, aber wie sieht es im echten, mobilen Familienalltag aus? Kurz gesagt: Wir sind extrem zufrieden.
Die Box schluckt aktuell problemlos:
- Unseren kompletten Kinderwagen
- Eine große Klamottenbox (oder alternativ zwei vollgepackte Reisetaschen)
- Unsere kleine, aber feine Kaffee-Kiste
Der Platz ist so großzügig bemessen, dass in naher Zukunft sicherlich auch noch die Kraxe für Charlie ihren festen Platz dort oben finden wird. Alles, was im Kofferraum stören würde oder nicht zwingend während der Fahrt griffbereit sein muss, wandert nun einfach aufs Dach.

Montage: T-Halter oder U-Bügel?
Wer sich fragt, wie das Stoffwunder auf dem Auto hält, kann beruhigt sein. Die Befestigung ist denkbar flexibel und sicher. Es gibt sowohl Schrauben für T-Halter (für Dachträger mit entsprechender Nut) als auch klassische U-Bügel. Je nachdem, welches Trägersystem ihr nutzt, seid ihr hier also bestens gerüstet. Die Schnellbefestigung geht leicht von der Hand, und Reißverschluss sowie Schloss sichern das Gepäck zuverlässig ab.
Fahrgefühl & Lautstärke: Das Paradoxon auf dem Dach
Kommen wir zu einem Punkt, der uns wirklich überrascht hat: die Lautstärke während der Fahrt. Unsere Dachträger allein sind auf dem CLA tatsächlich recht laut und neigen zu lästigen Windgeräuschen.
Das Verrückte: Durch die montierte Dachbox werden die Träger sogar leiser! Offenbar bricht die Box den Fahrtwind genau an den richtigen Stellen. Beim Fahren merkt man ansonsten absolut gar nichts von dem extra Volumen auf dem Dach – kein Ziehen, kein Ruckeln, einfach entspanntes Reisen. Einzig: Der Spritverbrauch steigt um ca. 2 Liter. Da aber auch der QEK Junior noch mal 3 Liter Mehrverbrauch dabei hat, fällt das kaum mehr ins Gewicht.
3000 Kilometer Härtetest: Flattert da was?
Viele haben bei faltbaren Dachboxen Bedenken, was die Stabilität angeht. Schließlich besteht sie nicht aus festem ABS-Kunststoff, sondern aus einem strapazierfähigen Gewebe.
Wir können nach unserem eigenen Dauertest Entwarnung geben. Die Dachbox hat mit uns jetzt schon gut 3.000 Kilometer auf der Autobahn und über Landstraßen hinter sich gebracht. Sie ist absolut formstabil, flattert nicht unangenehm im Wind und zeigt bisher keine sichtbaren Gebrauchsspuren.
Ausverkauft? Die Alternativen und der Nachfolger
Wir haben damals bei der Version 5400 zugeschlagen. Wenn ihr jetzt danach sucht, werdet ihr feststellen, dass dieses spezifische Modell aktuell fast überall ausverkauft zu sein scheint.
Wer nicht so viel Platz braucht, kann sich die kleinere Version, die Norauto Bermude 3400 Flex, ansehen. Sie bietet immer noch starke 340 Liter Volumen und eine Zuladung von 50 kg bei einem Eigengewicht von nur 12 kg (Außenmaße: 129 x 77 x 45 cm). Das Prinzip ist genau dasselbe, nur eben etwas kompakter.
Außerdem scheint es mittlerweile Nachfolgemodelle zu geben: eine kleine Norauto Bermude Flex 100 Dachbox mit 340L und eine große mit 540L – also wie beim Vorgänger. Die neuen Boxen sind sogar komplett in grau gehalten – nicht zu jedem Fahrzeug passen die blauen Akzente schließlich so gut wie bei unserem.
Für uns ist diese Dachbox definitiv die perfekte Begleiterin für unseren mobilen Familienalltag geworden. Ein echtes Raumwunder auf Reisen – und fast unsichtbar, wenn sie im Keller auf den nächsten Trip wartet.
