In meinem ersten Artikel zu diesem Thema habe ich euch gezeigt, wie ihr einen Smart Tag aus dem Discounter umbauen könnt, um euer Camping-Mobil im Apple „Wo ist?“-Netzwerk stumm zu tracken. Da es die damals verwendeten Tracker von Aldi oder Rollei heute nur noch selten oder zu anderen Preisen gibt, habe ich mich auf die Suche nach einer neuen Lösung gemacht.
Und ich bin fündig geworden: Hier auf reisenstattrasen.de zeige ich euch heute einen Weg, der sogar noch günstiger ist.
Wichtiger Hinweis vorab: Dieser Artikel ist nicht gesponsert, ich arbeite völlig unabhängig von KiK und übernehme keinerlei Verantwortung oder Haftung für eventuelle Schäden an den Geräten oder die Unwiederbringlichkeit eures Fahrzeuges. Dieser Tracker sollte niemals die einzige Sicherheitslösung sein, auf die ihr euch verlasst. Er ist jedoch eine clevere und vor allem sehr günstige Ergänzung zu physischen Sicherungen wie Deichselschlössern oder Radkrallen.
Die 5-Euro Lösung von KiK
Alles, was ihr für dieses kleine DIY-Projekt benötigt, kostet kaum mehr als 5 Euro und ein bisschen Bastelzeit. Der Clou an der Sache ist wieder, den Tracker für potenzielle Diebe unhörbar zu machen.
Das braucht ihr dafür:
- Einen Bluetooth Smart Tag von KiK (Kostenpunkt: ca. 5 Euro)
- Ein kleines Stück Isolierband
- Einen feinen Schraubenzieher
Schritt-für-Schritt: Den KiK Smart Tag stumm schalten
Der Umbau ist bei diesem Modell erfreulich einfach, da das Gehäuse ohnehin dafür gedacht ist, zur Batterieentnahme geöffnet zu werden. Geht dabei wie folgt vor:

- Gehäuse öffnen: Öffnet das große weiße Gehäuse des Smart Tags vorsichtig.
- Platine entnehmen: Nehmt die kleine Platine, welche das eigentliche Herzstück des Tags ist, heraus.
- Lautsprecher finden: Auf der Platine seht ihr ein kleines graues Gehäuse – das ist der Lautsprecher.
- Schallkörper ausbauen: Hebelt dieses graue Gehäuse ganz sachte mit dem feinen Schraubenzieher auf. Darin findet ihr ein kleines Metallplättchen. Entnehmt dieses Plättchen und ersetzt es durch ein kleines Stück Isolierband. Damit nehmt ihr dem Tag seinen Schallkörper.
- Lautsprecher verschließen: Drückt das graue Gehäuse wieder sachte zusammen.
- Zusätzliche Dämmung: Um wirklich sicherzustellen, dass kein Ton mehr nach außen dringt, klebt ihr noch einmal eine Bahn Isolierband komplett über die Platine.
- Zusammenbauen: Legt die modifizierte Platine zurück in das weiße Hauptgehäuse und verschließt es wieder.
Wenn ihr nun testet, werdet ihr feststellen: Der Tag wird vom Netzwerk problemlos gefunden, gibt aber keinen Mucks mehr von sich (oder ist nur noch flüsterleise).
Warum dieser Umbau so charmant ist
Diebe kennen das System mittlerweile. Wenn sie ein fremdes Fahrzeug stehlen, bekommen sie auf ihrem eigenen Smartphone relativ zügig die Warnmeldung, dass sich ein unbekannter Tracker mit ihnen bewegt. Die logische Reaktion: Sie lassen den Tracker über ihr Handy piepsen, um ihn zu finden und wegzuwerfen.
Durch unseren Umbau ist das hinfällig. Sie können den Tag akustisch nicht mehr orten.
Hinzu kommt die technische Beschaffenheit dieses günstigen Tags: Da ihm der teure Ultra-Weitband-Chip (UWB) fehlt, der in den originalen Apple AirTags verbaut ist, lässt er sich mit dem iPhone auch nicht zentimetergenau per Pfeil auf dem Display suchen.
Das heißt für mögliche Diebe: Sie wissen zwar, dass ein Tracker im Fahrzeug ist, müssen aber das komplette Campingfahrzeug manuell und auf gut Glück absuchen. Versteckt ihr den kleinen weißen Tag richtig gut, kostet das die Diebe extrem viel Zeit – und genau diese Zeit gewinnt ihr, um auf eurer Karte in der „Wo ist?“-App zu verfolgen, wo sich euer Camper gerade befindet, sobald ein fremdes iPhone daran vorbeiläuft.
Das heißt für euch: Ihr müsst euch selbst verdammt gut merken, wo ihr den Tag eingebaut habt!
Habt ihr eigene Versteck-Ideen oder weitere günstige Alternativen gefunden? Lasst es mich in den Kommentaren wissen!
